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Präsident des Oberlandesgerichts Stuttgart a. D. Günther Weinmann feiert am 26. März 2009 seinen 85. Geburtstag

Datum: 24.03.2009

Kurzbeschreibung: 

 

Günther Weinmann war von April 1980 bis 31. März 1989 Präsident des Oberlandesgerichts Stuttgart. Am 26. März 2009 feiert er seinen 85. Geburtstag.

Günther Weinmann ist am 26. März 1924 in Stuttgart geboren. Nach dem Abitur im Jahre 1942 wurde er zum Wehrdienst eingezogen. Nach schwerer Verwundung im Krieg studierte er von 1946 bis 1950 in Tübingen Rechtswissenschaft. Nach der zweiten juristischen Staatsprüfung im Jahr 1954 trat er in den baden-württembergischen Justizdienst ein. Bis 1968 war er bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart tätig. Dort wirkte er beim Aufbau einer Abteilung für Wirtschaftskriminalität mit, deren Leitung und Erweiterung er 1961 übernahm. Im Jahr 1969 wurde ihm die Leitung der Staatsanwaltschaft Ulm übertragen. Ab 1970 war er stellvertretender Leiter der Strafrechtsabteilung des Justizministeriums Baden-Württemberg bis er im Februar 1972 zum Generalstaatsanwalt beim Oberlandesgericht Stuttgart ernannt wurde.

Im April 1980 wurde Günther Weinmann zum Präsidenten des
Oberlandesgerichts Stuttgart ernannt. Dort leitete er zunächst einen allgemeinen Zivilsenat und seit 1984 den damals neu geschaffenen Arzthaftungssenat bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im März 1989.

Günther Weinmann war ein hoch angesehener Präsident und ein vortrefflicher Repräsentant der Justiz. Er verbindet hohe Fachkompetenz mit einer außerordentlichen, gewinnenden Ausstrahlung. Mit Wärme, Wohlwollen und  Fürsorglichkeit ist er den Angehörigen der Justiz verlässlich verbunden und bleibt ein Vorbild. Günther Weinmann nimmt am Justizgeschehen unverändert interessiert teil.

Die außergewöhnliche Kombination fachlicher Befähigung und menschlicher Vorzüge trug ihm auch außerhalb des Landes Ehren und Aufgaben ein. Er war Vorsitzender der Kommission zur Reform des Wirtschaftsstrafrechts, die von 1973 bis 1978 die Gesetze zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität vorbereitet hat. Ab 1974 war er Mitglied der ständigen Deputation des Deutschen Juristentags e.V., von 1976 bis 1982 Vorsitzender dieses Gremiums. Zu ausländischen Richtervereinigungen pflegte er gute Verbindungen.

1984 wurde Günther Weinmann wegen seiner besonderen Verdienste um die Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Juristentag vom Präsidenten der Republik Österreich das Große Silberne Ehrenzeichen mit dem Stern verliehen. 1989 verlieh ihm der Bundespräsident das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Mit dem Beginn des beruflichen Ruhestandes wurde er in den Vorstand der Hölderlin-Gesellschaft e.V. gewählt und war dort bis 1998 Vizepräsident des Gremiums. Im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge war er in den Jahren 1992 bis 1996 Vorsitzender des Landesverbands Baden-Württemberg, dessen Ehrenvorsitzender er bis heute ist.

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